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Bildband
Villingen-
Schwenningen
Stadtbezirk Villingen

1120 erster Baubeginn. Neubau des spätromanischen Münsters etwa 1220. Heinrich von Fürstenberg bestimmte das Münster zum Ort seiner Grablege. 1530 wechselte die Schutzherrrschaft über das Münster von 'Johannes dem Täufer' auf Maria - 'Unserer Lieben Frau'.

Münsterbrunnen
1989 gebaut. Ein Meisterwerk des Schwarzwälder Künstlers Klaus Ringwald mit bekannten Persönlichkeiten aus der neueren Zeit, erzählt die 1000-jährige Geschichte der Stadt. Jede der 8 Seiten dieses wasserspendenden Kunstwerks ist einer anderen für die Stadt bedeutungsvollen Epoche gewidmet.

Stadtmauer
Kurz nach 1200 begann man mit dem Bau der inneren Stadtmauer, die nach ihrer Fertigstellug 10 Meter hoch aufragte. Diese innere Stadtmauer ist bis heute noch zu einem großen Teil erhalten.

Pulvertürmle
Dies ist der alt überlieferte Name für den kleinen Rundturm, in dem im Mittelalter Pulver gelagert wurde. Diese Lagerung des Pulvers durfte einerseits die Bewohner der Stadt nicht gefährden, andererseits musste das Pulver auch vor äußeren Zugriffen geschützt werden. So bot sich der Bau eines Pulverturms direkt an der Stadtmauer an.

1688 begann der Bau der Benediktinerkirche, die 1725 geweiht wurde. Mit 50 m Länge entstand eine Wandpfeilerkirche (Höhe der Wandpfeiler 16 m) mit Emporen, deren Hauptschiff mit einem Tonnengewölbe abschloss.
1999 wurde die Silbermann-Orgel originalgetreu rekonstruiert und steht seit 2002 in der Benediktinerkirche.

1268 Gründung des Klosters. 1704 wurde das Kloster bis auf das Erdgeschoss zerstört. 1705 bis 1709 wieder aufgebaut. 1797 Aufhebung des Klosters. 1825 bis 1978 Nutzung durch das Heilig-Geist-Spital. 1978 bis 1999 Planung und Verwirklichung des Franziskaner Kulturzentrums mit Konzerthaus und Museum.

Dieses Museum beherbergt u. a. eine Schwarzwaldsammlung (Uhren, Möbel, Porzellan und Glasmalerei) sowie Funde aus dem Magdalenenberg, einem keltischen Fürstengrabhügel aus dem 6. Jahrhundert vor Christus.

Während das Gebäude noch der Sanierung harrt, finden im Alten Rathaus Lesungen, Führungen und kleinere Ausstellungen sowie standesamtliche Trauungen im Ratssaal statt.

Bickentor
1260 errichtet, gehört es zu den ersten Tortürmen der Stadt. Rotes Ziffernblatt. Stadttor mit angebautem Bickenkloster (Klarissenorden seit 1480). Ab 1782 Ursulinen-Kloster und Mädchenschule, heute Gymnasium und Realschule.

Riettor
Westliches Stadttor, mit blauem Ziffernblatt. Der älteste Stadtzugang. Wahrscheinlich im Frühjahr 1233 erbaut. Treppenaufgang zum "Keffit"-Gefängnis.

Oberes Tor
Höchste Torturm der Stadt mit grünem Ziffernblatt. Baubeginn wegen nachhaltiger Umbauten nicht feststellbar. Es ist jünger als die beiden noch stehenden Tore im Osten (Bickentor) und Wese (Riettor), außerdem hat es ein anderes Fundament als diese. Das nördliche Stadttor war für die Befestigungsgeschichte der Stadt von großer Bedeutung. Im 2. Stock befindet sich eine als Arrestzelle genutzte Blockstube.

Kaiserturm
Einer der historischen Wehrtürme Villingens. 1372 erbaut. 1992-1994 renoviert. Früher hieß er nach dem Viertel in dem er steht, Gerberturm, auch schon mal Wachtelturm. 1871 erhielt er die Bezeichnung. Im Zuge einer Stadtführung kann man ihn mit einem Sektempfang und einer Dia-Show besichtigen.
Anfrage beim Tourist-Info & Ticket-Service.

Romäusturm
Mit 39 Metern der höchste Wehrturm in der Stadtmauer mit Buckelquadern und Bild des Lokalhelden Romäus, der hier einst gefangen war. Sein Bild ziert heute wieder die Nordseite des Turms.

Romäusbrunnen
Dem Villingern Lokalhelden gewidmet, der de Sage nach den Rottweilern ein ganzes Stadttor aus ausgehängt hat. Romäus ist in Landsknechtuniform mit Barett und Hellebarde dargestellt. 1513 ist er in der Schlacht von Novara gefallen. Brunnenfigur von Manfred Merz.

Narrobrunnen
Der Narro, die Traditionsfigur der Villingern Fasnet, wird alljährlich am Dreikönigstag mit großem Zeremoniell auf seinen Sockel gestellt, mtr Reisig bekränzt und am Aschermittwoch für kurze Zeit weggestellt, um im Frühjahr wieder aufgestellt zu werden. Die hölzerne Brunnenfigur ist ein Werk des Villinger Holzschnitzers Manfred Merz.

Radmacherbrunnen
Eine historische Figur - wegen einer Wette hat er dieses Rad an ein und demselben Tag hergestellt, es ins ca. 20 km entfernte Rottweil getrieben, den Gegenwert dort in Essen und Trinken umgesetzt und ist vor Tagesende mit dem Rad wieder nach Villingen zurückgekehrt. Ein Meisterwerk aus der Hand des Villinger Holzschnitzers Manfred Merz.
